Hintergrundwissen zu den Amarr

Die Amarr – ein Imperium, erbaut auf Sklaven

Von all den Rassen des Eve-Universums, sind es die Amarr, welche am ehesten in das Schema der „bösen Rasse“ passen. Skrupellos, arrogant, herrisch und brutal – all das sind Attribute, die man mit einem Amarrianer problemlos verbinden kann. Wer schon mal von den Drow aus den AD&D Fantasie-Büchern gehört hat, wird hier starke Parallelen zu R.A. Salvatores Beschreibung der Dunkelelfen feststellen und darüber hinaus assoziieren Star-Wars Fans natürlich das (amarrianische) Imperium mit selbigen aus der berühmen Science-Fiction Saga.

Anders, als die anderen spielbaren Rassen in EVE, leben die Amarr in einer strengen Moncharchie (vielleicht sogar schon Diktatur), in der der Imperator und die fünf königlichen Familien, aus denen er gewählt wird (auch die „5 Thronerben genannt) das Maß aller Dinge sind und da diese mittels künstlichen Implantaten für Jahrhunderte am Leben gehalten werden, genießen sie bei der Bevölkerung beinahe einen „Gott-Status“.

Bei den Amarr gibt es keinen Platz für Leute mit idealistischen Visionen von einer besseren Welt und auch das Konzept „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ würde sich hier nur schwer umsetzen lassen – denn bei den Amarr hier zählt nur eins: Die Stellung in der Gesellschaft und diese ergibt sich aus der Familie, aus der man abstammt. Hinterhältigkeit und Lügen innerhalb ihrer eigenen Gesellschaft stehen bei den Amarr an der Tagesordnung. Die Hierarchie innerhalb dieser Gesellschaft ist, neben ihrem religiösen Glauben, der Dreh- und Angelpunkt eines amarrianischen Bürgers.

Nun könnte man natürlich sagen: „Lasst sie doch, wenn es ihnen gefällt!“ – doch so einfach kann man es sich wohl nicht machen. Ein Großteil des Wohlstandes und der Größe des jetzigen Imperiums (immerhin 40% des bekannten Sonnensystems), wurde auf dem Rücken von Sklaven erbaut. Diese Sklaven, welche aus den Regionen eroberter Systeme stammen, werden als fester bzw. normaler Bestandteil der Gesellschaft angesehen und auch dementsprechend behandelt.

Besonders die Minmatar haben unter diesem Joch zu leiden, denn sie gehörten zu den ersten und beliebtesten Zielen, die die Amarr als Sklaven für sich beanspruchten. Leider muss man an dieser Stelle auch erwähnen, dass die Amarrianer ihre Sklaven sowohl mit Gewalt, als auch der Verabreichung von süchtigmachenden Drogen für alle möglichen Arbeiten gefügig machen, so dass selbst außenstehende Rassen wie die rechtschaffenen Gallente aufgrund dessen eine starke Abneigung gegenüber ihren Nachbarn hegen.

Rein außenpolitisch sind die Amarr übrigens nicht gerade ein Musterbeispiel an Diplomatie. Hier wurde in den Anfängen nach Schließung des Eve-Portals vor allem mit roher Gewalt und schierer Übermacht versucht, gegnerische Systeme in die Knie zu zwingen – ein Grund dafür, dass das Imperium heute derart groß ist. Allerdings mussten der Imperator und seine Gefolgschaft schmerzlich feststellen, dass es mit den Gallente oder Jovianern durchaus ebenbürtige Gegner gab, die für so manche schmerzliche Schlappe in Konfliktsituationen sorgten und letztlich dazu führte, dass man ein wenig von der Hau-Drauf Taktik zu einer etwas diplomatischeren Art und Weise im Umgang mit anderen Völkern überging.

Alles in Allem sind die Amarr also die richtige Wahl für dich, wenn du schon immer mal gerne „böse“ sein wolltest, die straffe Hierarchie des amarrianischen Systems als genau richtig erachtest und du keine Probleme damit hast, von Mitgliedern anderer Rassen mit Verachtung (aber auch einer gewissen Portion Furcht) angesehen zu werden.

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